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Die Wahl Bushs und die Auswirkungen

Die Wahl Bushs und die Auswirkungen auf diese Welt und ihre Zukunft

Die diesmal rechtmäßige Wahl Bushs nach einem ergaunerten Sieg vor 4  Jahren wird enorme Auswirkungen auf die USA, das transatlantische  Bündnis und zuletzt auf diese Welt und ihre Zukunft haben.

Vor 4  Jahren wurde der Sieg Bushs ergaunert. In Florida wurden Schwarze und  finanziell minderbemittelte von der Wahl durch Tricks ferngehalten.  Entweder wurden sie eingeschüchtert, sie bekammen kein Stimmrecht oder  aber ihre Wahlscheine verschwanden einfach. Das dann Bushs Bruder und  deren Kumpanen und Kumpaninnen mit der Untersuchung dieser  Wahlungereimtheiten beauftragt wurden, ist ein schlechte Witz der  Geschichte.

Nun aber nach 4 Jahren Bush und einer Abkehr von der  demokratischen Ära Clintons, mit einer für die USA doch sehr gemäßigten  Weltpolitik, hat Bush sozusagen die konservative Sau rausgelassen.  Alles was in dieser Welt zu einem besseren Verständniss und mehr  Verantwortung füreinander und für diese Welt führen würde, wurde von  Bush sabotiert um der USA ihre Vormachtstellung auszubauen.

Im einzelnen sind das zum Beispiel der Ausstieg aus dem Kyotorotokoll, um die USA-Wirtschaft zu unterstützen.
Oder  die Verweigerung des interantionalen Gerichtshofes, um der USA die  militärische Freiheit zu lassen und nicht angeklagt werden zu können,  wegen Menschenrechtsverletzungen.
Oder sei es das schürren des  Konfliktes zwischen Christen und Moslems indem die USA in den Irak  eingefallen ist um sich Ölreserven zu sichern.

Nun das waren die  letzten vier Jahre. Aber was kommt nun? Durch diese Wahl hat Bush nicht  nur seine Präsidentschaft bestätigt bekommen, nein er hat sogar im  Senat nun die Mehrheit, sowie bald auch im Supreme Court.

Das  heißt er kann nun die SEINE obersten Richter durchdrücken und in den  Gerichten verankern. Er kann Gesetze durchbringen die bis jetzt an den  Demokraten gescheitert wären. Ja er hat freie Hand.

Nun wie wird  Bush handeln nachdem er nun die volle Macht inne hat und auch nicht  mehr um seine Wiederwahl bangen muß?(In den USA darf man nur 2  Amtszeiten haben) Wie kann man diesen Mann einschätzen?! Was wird er  tuen?

Ich befürchte schlimmes. Es wäre aus meiner Sicht  untypisch für Bush das er jetzt Versöhnung innerhalb und außerhalb der  USA suchen wird. Er wird seine Kampf gegen den Terror verstärken, Reich  und Arm weiter auseinander driften lassen in den USA, vielleicht einen  weiteren Patriot Act einbringen, und vor allem er wird die linke Seite  der USA, ich spreche hier von den Demokraten, weiter malträtieren.

Genauso  wie er in den letzten Jahren es durch Angstpropaganda erreicht hat das  die Mitte der Bevölkerung mehr nach Rechts rückt, wird er diesen Prozeß  noch weiter fortsetzen. Das heißt nachdem im kalten Krieg in den  50igern und 60igern "links" und "Kommunismus" zum Schimpfwort in den  USA wurden und eine Hetzjagd veranstaltet wurde. Zum Beispiel indem man  Charlie Chaplin aus dem Land jagte oder sämtliche Gewerkschaften  ausrottete. Genauso wird diese an sich schon sehr rechts orientierte  USA nun noch weiter nach rechts rücken.

Ein gutes Beispiel ist  die Homeehe oder das akzeptieren des Moslemischen Glaubens in den USA.  Beides wird bekämpft. Nun auch von noch mehr fanatisierten  Bushanhängern.

Mir geht es um die langfristige Sicht der Dinge.

Eine  USA die jetzt sich schon als "Gods own Country" bezeichnet wird noch  extremer werden und in der Wahlbevölkerung ein rechtes Gedankengut  weiter verstärken, dass die Republikaner auf lange Sicht bei den Wahlen  in Vorteil bringen wird.

Nun was ist mit Europa? Europa würde  ich eher als Links bezeichnen. Homoehen sind erlaubt und  Religionsfreiheit gibt es hier auch. Nein nicht in gesetzlicher  Hinsicht(die gibt es in den USA auch) sondern im Umgang und in der  Toleranz der Bevölkerung.

Während in den USA ein Anschlag Hass  und Intoleranz erzeugt, erzeugt der Anschlag in Madrid im Frühjahr  dieses Jahres nicht so etwas. Nein hier wird differenziert und nicht  fanatisch die Sicht der Dinge betrachtet.

Diese Differenzen in  der Sicht der Dinge und in der Lebenskultur wird dazu führen das sich  Europa und die USA noch weiter von einander entfernen.

Manche befürworten das, wie zum Beispiel Chirac. Aber ich sehe da ein großes Konfliktpotential.

Ein  sehr gutes Beispiel der unterschiedlichen Sichtweise sind Bullys Filme  die doch einen sehr schwulen Touch haben. Während Hollywood alles  aufkauft was Erfolg in Europa hat. Werden seine Filme nicht in den USA  gezeigt. Ganz einfach weil sie nicht verstanden werden. Ich gebe zu 10  Kopien von der Schuh des Manitu wurden Probeweise in Kalifornien  gezeigt. Aber zwischen Kalifornien und Utah ist ein großer Unterschied.

Diese unterschiedlich Entwicklung der neuen und alten Welt  verstärkt sich. Die Bündnisse werden auf lange Sicht auseinander  brechen. In 20-30 Jahren keine Nato mehr und in 50-60 Jahren? Fremde  Welten die aufeinander treffen und kein Verständniss mehr für einander  haben?

Und für mich ein sehr dringendes Problem, ist das hohe  Defizit in den USA durch die Republikanische  Verteilungspolitik(Steuersenkungen obwohl garkein Geld da ist). Sie  wird langfristig die Weltwirtschaft in den Ruin treiben und somit auch  unseren Wohlstand in  Deutschland.           

Diskussion zum Thema: http://www.neksus.de/index.php?showtopic=2564


verfasst am 06.11.2004 von Sisko
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